Sehenswürdigkeiten in Lübeck 
Sehenswürdigkeiten in Lübeck

Sehenswürdigkeiten in Lübeck


Marzipansalon

Wie lieben wir ihn und besonders zur Weihnachtszeit – den Marzipan. Die Mandelspezialität ist bei den Zuckerbäckern und Konditoren zu Hause und schmückt außerhalb der besinnlichen Zeit so manche Torte. Die Geschichte des Marzipans ist lang. Im 18. Jahrhundert wurde er als Heilmittel und in erster Linie von Apothekern hergestellt. Über verschiedene Kanäle gelangte die Spezialität nach Europa und auch nach Lübeck. So entdeckten die Zuckerbäcker die feine Kostbarkeit und sahen darin eine neue Absatzstrategie. Durch den Anbau von Zuckerrohr konnte das Marzipan in großen Mengen hergestellt werden. Aus einfachen Marzipanbroten entwickelten sich mit der Zeit kunstvolle Figuren zur Zierde von köstlichen Kuchen und Feingebäcken oder zum einfach so Naschen. Das Haus Niederegger, gegenüber der Rathaustreppe, gehört zu den renommiertesten Vertretern dieser Zunft. Und so kann der Lübeck-Gast im zauberhaften Café gleich liebevolle Kunstwerke aus Marzipan kosten und sich dann, eine Etage höher, über die geschichtliche Entwicklung der Süßigkeit ausführlich informieren. Im Marzipansalon gibt es alles Wissenswerte, von den orientalischen Ursprüngen bis hin zur Marzipantradition in Lübeck. So trifft man auch auf berühmte Persönlichkeiten, wie Wolfgang Joop oder Thomas Mann, den berühmten Sohn der Stadt. Eigentlich zum anbeißen, denn sie alle sind aus Marzipan. Auch darf man den fleißigen Zuckerbäckern gerne bei der Arbeit zuschauen oder sich über die Produktion des Marzipans eingehend informieren. Fragen sind herzlich willkommen.


Rönnauer Mühle

In Schleswig Holstein in der Hansestadt Lübeck liegt der Stadtteil Travemünde. Er wird auch „Lübecks schönste Tochter“ genannt. Wer Lübeck besucht, sollte nicht nur durch den mittelalterlichen Stadtkern schlendern und das Wahrzeichen der Stadt, das berühmte Holstentor, besichtigen, sondern auch nach Travemünde einen Abstecher machen. Ganz besonders sehenswert ist hier die Rönnauer Mühle. Es ist eine schöne alte Windmühle umgeben von grünen Bäumen und gelben Rapsfeldern. Die Mühle war früher umgeben von mehreren Häusern. Alle Häuser wurden abgerissen. Die Mühle jedoch ließ man stehen. Sie wurde als eine Art Museum erhalten, damit heute noch erlebt werden kann, wie die Menschen früher aus Getreide Mehl gemacht haben. Heute werden solche Windmühlen nicht mehr gebaut. Elektrisch betriebene Maschinen in großen Fabriken übernehmen heute diese Arbeit. Der Wind wird heute zur Gewinnung von Energie genutzt. Es entstehen viele Windparks. Zahlreiche Türme mit riesigen Rotorblättern werden in die Landschaft gestellt. Laut der Ansicht von vielen Menschen ist dies kein schöner Anblick. Jedoch muss bedacht werden, dass wir viel Energie benötigen und da müssen wir halt mit diesen modernen Windmühlen leben. Da kein Wasser in der Nähe der Windmühle war, wurde eine Bockmühle gebaut. Bockmühlen stehen auf einem Holzgestell. Das ganze Gebäude wird sich in die richtige Windrichtung gedreht. Wegen dem Holzmaterial ist sie sehr anfällig und der Drehvorgang ist sehr mühselig. Lübeck ist eine kreisfreie Stadt mit ca. 210.000 Einwohnern. Aber sie ist auch eine hundefreundliche Stadt. Hier gibt es einige Flächen, wo Hunde frei laufen dürfen. Eine Fläche davon ist der Wanderweg Mühlenweg / Ivendorfer Landstrasse bis zur Rönnauer Mühle, neben dem Sportplatz Rugwisch.


Buddenbrookhaus

Mengstraße 4 in der Lübecker Altstadt, eine historische Städte in kultureller wie auch aus literarischer Sicht. Hier treffen Roman und Wirklichkeit zusammen. Im Buddenbrookhaus, das auf fünf Etagen Literatur und die Geschichte der Familie Mann zusammenbringt. Das Haus, das von 1841 bis 1891 im Besitz der Familie Mann war, bietet in der Beletage ein Erlebnis der besonderen Art. Hier kann der Besucher Passagen aus dem Roman „Die Buddenbrooks“, dem Weltbestseller von Thomas Mann, hautnah erleben. Er findet sich in den beschriebenen Räumen, wie dem Landschaftszimmer oder dem Speisezimmer mit den Götterfiguren, wieder und fühlt sich sogleich, als wenn er in den Roman hineingeschlüpft wäre. Die Dauerausstellung „Die Buddenbrooks – ein Jahrhundertraum“ befasst sich mit der Romanfamilie in vielerlei Hinsicht. Aber auch die Entstehung und die Produktion sowie die Umsetzung in vielen Medien werden ausführlich dargestellt. Auf den Spuren der Schriftstellerfamilie Mann lässt es sich in diesem Haus gut wandeln. Von der Kindheit bis zu den düsteren Jahren des Nationalsozialismus ist kein Kapitel ausgelassen. In sechs Stationen werden die Familienmitglieder beleuchtet, auch persönliche Gegenstände sind vorzufinden. Das Haus mit dem unverwechselbarem Charakter, 1758 erbaut und heute als architektonisches Kleinod anzusehen, wurde in den 1920er Jahren als Buddenbrookbuchhandlung genutzt. In den 1930er Jahren musste der Name Buddenbrooks getilgt werden und in den 40er Jahren wurde das Haus durch die Kriegswirren zerstört. Besonders bewegend ist eine Fotografie aus dem Jahr 1953, die Thomas Mann und seine Frau vor der Ruine zeigt. In den 1990er Jahren wurde das Literaturmuseum mit Erfolg initiiert und hat sich, anlässlich der Expo 2000, in ein ganzheitliches Literaturhaus verwandelt. Literatur erleben heißt das Motto. Neben den Schwerpunkten Mann und Buddenbrooks, werden auch Dauerausstellungen und Veranstaltungen zu literarischen Themen durchgeführt.


TheaterFigurenMuseum

Treten Sie ein in ein historisches Kaufmannshaus, das von außen weniger den Anschein eines Museums erahnen lässt. Kleine Schaufenster lassen eher einen Laden für Spielzeug vermuten. Doch was sich dem Besucher in dem romantischen Winkel Kolk in Lübeck bietet, ist eine fantastische Reise in die Welt des Puppenspiels. Wer kennt sie nicht, die kleinen Handpuppen aus den Kindertagen, das Kasperle-Theater oder die Marionetten? Das große Leben auf der kleinen Bühne – Puppenspieler ziehen auch heute noch Groß und Klein in ihren Bann. Mit mehr als 1000 Exponaten aus drei Jahrhunderten belegt das Museum diese weit reichende Tradition. Dabei beschränkt sich die kostbare, wie liebevolle Sammlung nicht nur auf Stücke aus Europa - nein auch Asien, Afrika und Amerika sind vertreten. Kulissen, ganze Theaterbauten samt Ausstattung bis in das kleinste Detail sind hier zu entdecken. Auch Plakate, Requisiten und Musikinstrumente können bestaunt werden. Exotische und einheimische Puppen, die Kunst des Bauchredens und das Schattenspiel zeigen den Facettenreichtum dieses Genres. Zu verdanken ist diese einzigartige Sammlung Hans Fey, der in einer Puppenspielerfamilie aufgewachsen ist und diese Leidenschaft seit jeher weiterverfolgt hat. Auch wenn sein Beruf als Kameramann für Dokumentarfilme ein gänzlicher anderer war, so hat ihm diese Tätigkeit, durch die vielen Reisen in fremde Länder, einen reichen Schatz an Puppen aus aller Welt beschert. Denn überall wo er war, versuchte er wenigstens ein Püppchen zu ergattern. Seine Frau Saraswathi teilt sein Lebenswerk begeistert mit ihm und ist als Managerin des Hauses mit Leib und Seele dabei. Die einzigartige Ausstellung, die Besucher aus der ganzen Welt anzieht, ist hauptsächlich nur aus den Ersparnissen des Ehepaares finanziert. Durch die Unterstützung von Stadt, Vereinen und Gönnern konnten die Räumlichkeiten für diese außergewöhnliche Sammlung eingerichtet werden. Gehen Sie noch einmal zurück in die herrliche Welt der Kindertage und entdecken Sie das Puppenspiel auf eine Weise, die Sie bisher noch nicht kannten.


Günter Grass-Haus

Der Dialog zwischen den Künsten wird im Günter Grass Haus groß geschrieben. Neben dem nobelpreisgekrönten literarischen Werk, hat Günter Grass auch als Bildhauer und Grafiker umfangreiche Arbeiten vorzuweisen und gewährt an diesem Ort vielfältige Einblicke in sein künstlerisches Schaffen. Als Forum für Literatur und bildende Kunst versteht sich das Haus und das im grenzüberschreitenden Dialog. Dass der Standort der Einrichtung einen persönlichen Bezug zu Günter Grass hat, wird in der Glockengießerstraße 21 deutlich. Hier hat der Schriftsteller und Künstler sein Sekretariat und hält sich auch oft dort auf. Einblicke in die Werkstatt des Künstlers erhält der Besucher auf vielfältige Art. Kenner, wie auch interessierte Laien, sind herzlich eingeladen, die unterschiedlichen Bereiche ausgiebig zu erkunden. Über 1100 Zeichnungen, Aquarelle und Radierungen, daneben Manuskripte sowie der Skulpturenhof geben Einsicht in die Welt von Günter Grass. Die Forschungsbibliothek, das Archiv, ein angegliederter Buch- und Kunstladen und der 2007 neu eröffnete Museumgarten bieten weitere Aspekte, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Wechselausstellungen, die Mehrfachbegabungen vorstellen sowie zahlreiche Veranstaltungen ergänzen die vielfältige Literatur-, Kunst- und Medienlandschaft. Für alle, die Günter Grass nur als Schriftsteller kennen, werden die Arbeiten des studierten Grafikers und Bildhauers eine neue Erfahrung sein und das Bild von diesem herausragenden Multitalent erweitern.


Holstentor

Die Stadt Lübeck an der Trave hat ihren Besuchern mehr zu bieten als nur leckeres Marzipan. Als alte Hansestadt findet man überall im Stadtgebiet Reste eines langen traditionsreichen Fernhandels mit vielen Ländern dieser Erde. Ein architektonisches Zeugnis dieser Zeit und wohl weltweit bekannt ist das Lübecker Holstentor. Das Holstentor gehört zu einer ganzen Gruppe von Stadttoren, welche die Wehranlagen der Stadt Lübeck umschlossen. Ursprünglich sicherten vier Tore die Stadt, wovon drei von Ihnen den Zugang zum inneren Stadtkern erlaubten. So war Einlass nur durch das Burgtor im Norden, das Mühlentor im Süden und das Holstentor im Westen möglich. Das uns bekannte Holstentor ist der Mittlere Teil einer hintereinander „geschalteten“ Toranlage. Diese bestand aus einem inneren Holstentor, einem äußeren Holstentor und dem noch erhaltenen mittleren Holstentor. Das vierte Tor lag möglicherweise auf dem gegenüberliegenden Traveufer. Die mächtige Doppelturmanlage mit ihren mehr als 3,50 Meter dicken Mauern und den schiefergedeckten Kegeldächern wurde nicht nur in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen, sondern entwickelte sich im Laufe der Zeit zum Wahrzeichen der Stadt Lübeck. Stadtbaumeister Hinrich Helmstede erbaute in der Zeit von 1464 bis 1478 das markante Stadttor nach niederländischen Vorbildern. Zunächst war die Durchfahrt stadtauswärts mit zwei Torflügeln versehen. Über den Durchgängen, stadtein- bzw. stadtauswärts sind jeweils sinnhaltige Innschriften angebracht. So kann man stadteinwärts S.P.Q.L und die Jahreszahlen 1477 und 1871 erkennen. Dies bezieht sich auf das römische S.P.Q.R. (Senat und Volk von Rom) und bedeutet auf die Hansestadt bezogen, Senat und Volk von Lübeck. Das erste Datum (1477) steht für das Erbauung des Gebäudes (wovon man heute weiß, es war 1478), das zweite Datum bezieht sich auf die Renovierung und die Gründung des Deutschen Reiches in diesem Jahr. Die zweite prägnante vergoldete Inschrift liest man, wenn man das Tor Richtung stadtauswärts durchquert. Sie lautet „Concordia Domi Foris Pax“ – Drinnen Eintracht Draußen Frieden. Bares Geld ist das Holstentor schon immer Wert gewesen. So war es nicht nur in den Zeiten der deutschen Mark auf den Rückseiten der 50 DM Scheine abgebildet, sondern ist heute auch auf den 2-Euromünzen von 2006 zu sehen.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Lübeck

Bundesland:
Schleswig-Holstein

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
13 m ü. NN

Fläche:
214,14 km²

Einwohner:
209.890

Autokennzeichen:
HL

Vorwahl:
0451 und 04502

Gemeinde-
schlüssel:

01 0 03 000



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